Befugnisse und Jobs

Fachweiterbildung Hals-Nasen-Ohrenheilkunde

Für Ärztinnen und Ärzte, die ihre Weiterbildung in der HNO-Heilkunde planen oder eine passende Stelle suchen – in der Praxis, im Versorgungszentrum oder in der Klinik.

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Illustration eines Kopfes im Profil mit Ohr, Nase und Rachen zum Fachgebiet Hals-Nasen-Ohrenheilkunde

Facharztweiterbildung

Dauer und Struktur

Die Facharztweiterbildung Hals-Nasen-Ohrenheilkunde dauert 60 Monate an anerkannten Weiterbildungsstätten bei weiterbildungsbefugten Ärztinnen und Ärzten. Bis zu 12 Monate davon können zum Kompetenzerwerb in anderen Gebieten erfolgen. Weitere Pflichtabschnitte und eine feste Aufteilung zwischen Klinik und Praxis gibt es nicht.

Das Fach reicht von Ohr, Nase und Nasennebenhöhlen über Mundhöhle, Rachen, Kehlkopf und Luftröhre bis zu Speicheldrüsen, Halsweichteilen und vorderer Schädelbasis – konservativ wie operativ. Hinzu kommen Audiologie, Gleichgewichtsdiagnostik, Allergologie, Schlafmedizin sowie Stimm-, Sprach- und Schluckstörungen.

Bundesweite Übersicht

Weiterbildungsbefugnisse in der Hals-Nasen-Ohrenheilkunde

Zentrale bundesweite Übersicht über Weiterbildungsermächtigungen in der Hals-Nasen-Ohrenheilkunde – über alle Landesärztekammern hinweg. Aktuelle Stellenangebote sind direkt mit den Weiterbildungsbefugnissen verknüpft.

Die Weiterbildungssuche kann auch in andere Websites eingebunden werden – datenschutzkonform und ohne Programmierung.

Ärztestatistik

Hals-Nasen-Ohrenheilkunde in Zahlen 2025

6.713 Fachärztinnen und Fachärzte für Hals-Nasen-Ohrenheilkunde sind in Deutschland berufstätig – gut zwei Drittel davon ambulant.
Anerkennungen 2025 246
ambulant tätig 4.691
stationär tätig 1.658
Frauenanteil etwa 42 Prozent

Ende 2025 waren 6.713 HNO-Ärztinnen und -Ärzte berufstätig, 0,8 Prozent mehr als im Vorjahr. Rund 70 Prozent arbeiteten ambulant, davon die große Mehrheit in eigener Niederlassung; rund ein Viertel war im Krankenhaus tätig. Der Frauenanteil lag bei 41,8 Prozent.

Im Jahr 2025 wurden 246 Facharztanerkennungen erteilt – nach 239 im Jahr 2024 und 242 im Jahr 2023; knapp die Hälfte ging an Ärztinnen. Fast jede dritte berufstätige HNO-Ärztin und jeder dritte HNO-Arzt ist 60 Jahre oder älter.

Datengrundlage: Ärztestatistik der Bundesärztekammer

Berufstätige HNO-Ärztinnen und -Ärzte nach Bereich:

  • Ambulant niedergelassen 3.454
  • Stationär 1.658
  • Ambulant angestellt 1.237
  • Behörden, Körperschaften und sonstige Bereiche 364

In den Zahlen enthalten sind rund 280 Berufstätige mit einer Bezeichnung für Stimm-, Sprach- und kindliche Hörstörungen beziehungsweise Phoniatrie und Pädaudiologie.

Stellenangebote

Jobs in der Hals-Nasen-Ohrenheilkunde

Stellenangebote für Ärztinnen und Ärzte in der Hals-Nasen-Ohrenheilkunde in Praxis, Versorgungszentrum und Klinik – bundesweit.

Die Jobsuche kann auch in andere Websites eingebunden werden – datenschutzkonform und ohne Programmierung.

Organisationen

Fachgesellschaft und Berufsverband HNO

Deutsche Gesellschaft für Hals-Nasen-Ohren-Heilkunde, Kopf- und Hals-Chirurgie (DGHNO-KHC)

Wissenschaftliche Fachgesellschaft der HNO-Heilkunde mit jährlichem Kongress, eigener Akademie und Sektionen. Auf ihre Initiative entstand 2022 das Deutsche Cochlea-Implantat-Register.

Fachgesellschaft

Deutscher Berufsverband der Hals-Nasen-Ohrenärzte (BVHNO)

Berufspolitische Interessenvertretung der HNO-Ärztinnen und -Ärzte, vor allem in der Niederlassung, mit Angeboten zu Abrechnung, Verträgen und Praxisführung sowie eigenen Fortbildungen.

Bundesverband

Fachgebiete

Alle Facharztkompetenzen im Überblick

Die Übersicht führt alle Facharztkompetenzen der Weiterbildungsordnung auf. Verlinkt sind die Fachgebiete, zu denen es bereits eine eigene Seite mit Weiterbildung, Weiterbildungsbefugnissen und Stellenangeboten gibt. Weitere Seiten entstehen gerade.

Schwerpunkte und Zusatz-Weiterbildungen

Schwerpunkte vertiefen das eigene Fachgebiet und schließen an die Facharztanerkennung an. Zusatz-Weiterbildungen erweitern das Spektrum über das Fachgebiet hinaus; die meisten setzen eine Facharztanerkennung voraus, einzelne wie die Notfallmedizin lassen sich schon während der Facharztweiterbildung erwerben. Aufgeführt ist eine Auswahl, die für dieses Fachgebiet besonders relevant ist.

  • Allergologie
  • Medikamentöse Tumortherapie
  • Palliativmedizin
  • Plastische und Ästhetische Operationen
  • Rehabilitationswesen
  • Schlafmedizin
  • Sozialmedizin
  • Spezielle Schmerztherapie

Berufsalltag

Arbeiten in der Hals-Nasen-Ohrenheilkunde

Hören, Riechen, Schmecken, Sprechen, Schlucken, Atmen – die HNO-Heilkunde kümmert sich um Sinnes- und Lebensfunktionen, die den Alltag unmittelbar prägen. Das Fach verbindet Sprechstunde und Funktionsdiagnostik mit feiner Chirurgie, von der Paukendrainage beim Kind bis zur Tumoroperation am Hals. Dieser Abschnitt hilft, HNO-Stellen fachlich einzuordnen.

Redaktion: valmedi Aktualisiert: 15. Oktober 2026 Quellen: DGHNO-KHC, BVHNO, Bundesärztekammer, Robert Koch-Institut und G-BA
Arbeitsalltag

Zwischen Sprechstunde, Diagnostik und Operationssaal

In der HNO-Sprechstunde stehen Infekte, Hörstörungen, Schwindel, Allergien, Nasenatmungsbehinderungen und Schnarchen im Vordergrund. Endoskopie, Ultraschall, Hörtests und Gleichgewichtsdiagnostik gehören zu fast jeder Untersuchung.

Operativ reicht das Spektrum von Mandel- und Nasenoperationen über Ohrchirurgie bis zur Tumorchirurgie an Kehlkopf, Rachen und Hals. In spezialisierten Kliniken kommen Cochlea-Implantate und rekonstruktive Eingriffe hinzu. Gerade bei Kopf-Hals-Tumoren begleiten HNO-Ärztinnen und -Ärzte ihre Patientinnen und Patienten über lange Zeit.

Stellenprofil

Praxis, Versorgungszentrum oder Klinik

Gut zwei Drittel der HNO-Ärztinnen und -Ärzte arbeiten ambulant – überwiegend in eigener Praxis, ein Teil auch angestellt. Kliniken bieten das volle operative Spektrum einschließlich Tumorchirurgie und Notfallversorgung. Für die Weiterbildung kann beides sinnvoll sein: operative Erfahrung in der Klinik und die breite Sprechstunde in der Praxis.

Vor einer Bewerbung lohnt es sich, diese Fragen zu klären:

  • Wie viele Monate der Weiterbildung deckt die Befugnis ab?
  • Welche Operationen werden am Standort durchgeführt – auch Ohr- und Tumorchirurgie?
  • Ab wann operiere ich selbst unter Anleitung, und wie werden die Richtzahlen erreicht?
  • Gibt es Audiologie, Gleichgewichtsdiagnostik, Allergologie und Schlaflabor im Haus?
  • Wie sind Dienste und Rufbereitschaft geregelt?
  • Ist eine Rotation in eine HNO-Praxis möglich?

Woran Sie eine strukturierte Weiterbildung erkennen

  • Ein Rotationsplan verbindet Station, Ambulanz, Funktionsdiagnostik und Operationssaal
  • Mikroskop- und Endoskop-Training von Anfang an
  • Richtzahlen sind verbindlich eingeplant
  • Teilnahme an Tumorkonferenzen ist vorgesehen
  • Regelmäßige Weiterbildungsgespräche entlang des eLogbuchs

Fragen für das Vorstellungsgespräch

  • Wie viele Weiterbildungsassistentinnen und -assistenten teilen sich die Eingriffe?
  • Gibt es Felsenbein- oder Simulationstraining?
  • Werden Cochlea-Implantate am Haus versorgt?
  • Wie werden Teilzeitmodelle eingeplant?
  • Wer leitet operativ an und gibt Rückmeldung?

Perspektiven nach dem Facharzt

  • Niederlassung in eigener Praxis oder Anstellung im Versorgungszentrum
  • Oberärztliche Tätigkeit in einer HNO-Klinik
  • Spezialisierung in Ohrchirurgie, Tumorchirurgie oder plastischer Gesichtschirurgie
  • Allergologie oder Schlafmedizin als zusätzliche Qualifikation
  • Forschung und Lehre an Universitätskliniken

Medizinische Entwicklung

HNO-Heilkunde im Wandel

Eine älter werdende Bevölkerung, neue Hörtechnik und klare Strukturvorgaben für Kliniken prägen das Fach.

Hören als Volksthema

In einer Befragung des Robert Koch-Instituts gab rund ein Drittel der Erwachsenen an, Schwierigkeiten beim Hören zu haben; 5,4 Prozent nutzen ein Hörgerät – deutlich mehr als zehn Jahre zuvor. Mit dem Alter nehmen Hörprobleme stark zu.

Cochlea-Implantate und Register

Für hochgradig Schwerhörige und Gehörlose sind Cochlea-Implantate eine etablierte Behandlung. Im Deutschen Cochlea-Implantat-Register meldeten 63 Kliniken für das Jahr 2022 rund 2.300 Implantationen, davon gut 300 bei Kindern. Mit der Krankenhausreform sind Cochlea-Implantate eine eigene Leistungsgruppe mit klaren Personal- und Ausstattungsvorgaben.

Hörscreening bei Neugeborenen

Jedes Neugeborene hat Anspruch auf ein Hörscreening in den ersten Lebenstagen. Ziel ist, beidseitige Hörstörungen bis zum Ende des dritten Lebensmonats zu erkennen und bis zum Ende des sechsten Lebensmonats eine Behandlung einzuleiten.

Kopf-Hals-Tumoren

Nach Angaben des Zentrums für Krebsregisterdaten erkrankten 2023 rund 12.900 Menschen an Krebs in Mundhöhle und Rachen und rund 3.200 an Kehlkopfkrebs – Männer deutlich häufiger als Frauen. Diagnostik, Operation und Nachsorge sind zentrale Aufgaben der HNO-Kliniken.

Redaktioneller Stand

Oktober 2026. Der Abschnitt dient der fachlichen Orientierung und ersetzt keine Leitlinie oder individuelle Therapieentscheidung.

Fragen & Antworten

Häufige Fragen zur Fachweiterbildung Hals-Nasen-Ohrenheilkunde

Muss ich während der HNO-Weiterbildung Pflichtzeiten in anderen Fächern absolvieren?

Nein. Die Weiterbildung umfasst 60 Monate Hals-Nasen-Ohrenheilkunde unter Befugnis an Weiterbildungsstätten; weitere Pflichtabschnitte schreibt die (Muster-)Weiterbildungsordnung nicht vor. Bis zu 12 Monate können zum Kompetenzerwerb in anderen Gebieten erfolgen.

Eine feste Aufteilung zwischen Klinik und Praxis gibt es ebenfalls nicht. Verbindlich ist die Weiterbildungsordnung der zuständigen Landesärztekammer.

Was bedeutet eine Weiterbildungsbefugnis über 24, 36 oder 60 Monate?

Die Weiterbildungsbefugnis gibt an, wie viele Monate der Weiterbildung bei einer bestimmten weiterbildungsbefugten Ärztin oder einem Arzt an einer Weiterbildungsstätte anerkannt absolviert werden können. Eine Befugnis über 60 Monate deckt die gesamte Weiterbildung ab; bei anteiligen Befugnissen müssen weitere Abschnitte an anderen Weiterbildungsstätten absolviert werden.

Befugnisse bestehen an HNO-Kliniken ebenso wie in Praxen. Welche Befugnis an welchem Ort in welchem Umfang besteht, zeigt die bundesweite Befugnissuche auf dieser Seite.

Welche Eingriffe und Untersuchungen muss ich im eLogbuch nachweisen?

Die Weiterbildungsordnung nennt unter anderem je 100 Eingriffe an Rachen und Mandeln sowie an Nase und Nasennebenhöhlen, 50 Eingriffe am Ohr, 50 an Kehlkopf und Luftröhre einschließlich Tracheotomien sowie 100 erste Assistenzen bei Eingriffen höherer Schwierigkeit, etwa Ohroperationen mit implantierbaren Hörsystemen.

Hinzu kommen 200 audiologische Untersuchungen, 200 neurootologische Untersuchungen, 200 Allergietests, 20 Neugeborenen-Hörscreenings, 25 Polygraphien bei schlafbezogenen Atmungsstörungen und 20 Schluckuntersuchungen.

Was ist der Unterschied zwischen HNO und Phoniatrie und Pädaudiologie?

Phoniatrie und Pädaudiologie ist ein eigenständiges Fachgebiet mit ebenfalls 60 Monaten Weiterbildung. Es konzentriert sich auf Störungen von Hören, Stimme, Sprechen, Sprache und Schlucken – besonders bei Kindern – sowie auf musikermedizinische Erkrankungen.

Die Hals-Nasen-Ohrenheilkunde umfasst diese Bereiche ebenfalls, hat aber einen deutlich breiteren, auch operativen Schwerpunkt an Ohr, Nase, Nasennebenhöhlen, Rachen, Kehlkopf und Hals.

Wie läuft die Facharztprüfung für Hals-Nasen-Ohrenheilkunde ab?

Nach Abschluss der vorgeschriebenen Weiterbildungszeit wird die Zulassung zur Prüfung bei der zuständigen Landesärztekammer beantragt – mit den Weiterbildungszeugnissen und der Dokumentation im eLogbuch.

Die Kammer prüft die Voraussetzungen und lädt zur Prüfung vor einem Prüfungsausschuss, die als mündliches Fachgespräch geführt wird. Ablauf, Fristen und Einzelheiten regelt die jeweilige Landesärztekammer.

Für Kliniken und Praxen

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Andrea Herberhold Marketing und Vertrieb