Befugnisse und Jobs

Fachweiterbildung Radiologie

Für Ärztinnen und Ärzte, die ihre Weiterbildung in der Radiologie planen oder eine passende Stelle suchen – in der Klinik, in der radiologischen Praxis oder im Versorgungszentrum.

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Illustration zweier Hände, die eine Röntgenaufnahme des Brustkorbs halten, zum Fachgebiet Radiologie

Facharztweiterbildung

Dauer und Struktur

Die Facharztweiterbildung Radiologie dauert 60 Monate an anerkannten Weiterbildungsstätten bei weiterbildungsbefugten Ärztinnen und Ärzten. Bis zu 12 Monate davon können in anderen Gebieten der unmittelbaren Patientenversorgung erfolgen. Pflichtabschnitte außerhalb der Radiologie gibt es nicht, und die Weiterbildung kann ambulant wie stationär absolviert werden.

Inhaltlich umfasst sie Röntgen und Computertomographie, Magnetresonanztomographie, Sonographie, die Bildgebung der Brust, interventionelle Eingriffe sowie den Strahlenschutz. Nach dem Facharzt können die Schwerpunkte Neuroradiologie sowie Kinder- und Jugendradiologie mit jeweils 24 Monaten folgen.

Bundesweite Übersicht

Weiterbildungsbefugnisse in der Radiologie

Zentrale bundesweite Übersicht über Weiterbildungsermächtigungen in der Radiologie – über alle Landesärztekammern hinweg. Aktuelle Stellenangebote sind direkt mit den Weiterbildungsbefugnissen verknüpft.

Die Weiterbildungssuche kann auch in andere Websites eingebunden werden – datenschutzkonform und ohne Programmierung.

Ärztestatistik

Radiologie in Zahlen 2025

10.370 Fachärztinnen und Fachärzte für Radiologie sind in Deutschland berufstätig – fast gleich verteilt auf Klinik und ambulante Versorgung.
Anerkennungen 2025 551
ambulant tätig 4.755
stationär tätig 4.987
Frauenanteil etwa 38 Prozent

Ende 2025 waren 10.370 Radiologinnen und Radiologen berufstätig, 2,3 Prozent mehr als im Vorjahr. 4.987 arbeiteten im Krankenhaus, 4.755 ambulant. In der ambulanten Versorgung überwiegt inzwischen deutlich die Anstellung: 3.231 Angestellten stehen 1.524 Niedergelassene gegenüber, deren Zahl um 6,2 Prozent zurückging. Der Frauenanteil lag bei 38,2 Prozent.

Im Jahr 2025 wurden 551 Facharztanerkennungen erteilt – nach 530 im Jahr 2024 und 560 im Jahr 2023. Knapp ein Viertel der Berufstätigen ist 60 Jahre oder älter.

Datengrundlage: Ärztestatistik der Bundesärztekammer

Berufstätige nach Weiterbildungsbezeichnung:

  • Radiologie 6.307
  • Diagnostische Radiologie 2.532
  • SP Neuroradiologie 807
  • Radiologische Diagnostik 498
  • SP Kinder- und Jugendradiologie 171

Diagnostische Radiologie und Radiologische Diagnostik sind Bezeichnungen aus früheren Weiterbildungsordnungen. Beim Schwerpunkt Kinder- und Jugendradiologie sind die bisherige Bezeichnung Kinderradiologie und die neue Bezeichnung zusammengefasst.

Stellenangebote

Jobs in der Radiologie

Stellenangebote für Ärztinnen und Ärzte in der Radiologie in Klinik, Praxis und Versorgungszentrum – bundesweit.

Die Jobsuche kann auch in andere Websites eingebunden werden – datenschutzkonform und ohne Programmierung.

Organisationen

Fachgesellschaft und Berufsverband Radiologie

Deutsche Röntgengesellschaft (DRG)

Wissenschaftliche Fachgesellschaft der Radiologie seit 1905 mit mehr als 12.000 Mitgliedern aus Ärzteschaft, Medizinischer Technologie, Physik und Technik. Sie fördert Forschung sowie Aus-, Fort- und Weiterbildung und richtet den Deutschen Röntgenkongress aus.

Fachgesellschaft

Berufsverband der Deutschen Radiologie (BDR)

Bundesweite berufspolitische Interessenvertretung der Radiologinnen und Radiologen in Praxis und Klinik, mit Landesverbänden, Fachausschüssen und eigener Nachwuchsförderung.

Bundesverband

Fachgebiete

Alle Facharztkompetenzen im Überblick

Die Übersicht führt alle Facharztkompetenzen der Weiterbildungsordnung auf. Verlinkt sind die Fachgebiete, zu denen es bereits eine eigene Seite mit Weiterbildung, Weiterbildungsbefugnissen und Stellenangeboten gibt. Weitere Seiten entstehen gerade.

Schwerpunkte und Zusatz-Weiterbildungen

Schwerpunkte vertiefen das eigene Fachgebiet und schließen an die Facharztanerkennung an. Zusatz-Weiterbildungen erweitern das Spektrum über das Fachgebiet hinaus; die meisten setzen eine Facharztanerkennung voraus, einzelne wie die Notfallmedizin lassen sich schon während der Facharztweiterbildung erwerben. Aufgeführt ist eine Auswahl, die für dieses Fachgebiet besonders relevant ist.

  • Kinder- und Jugendradiologie
  • Neuroradiologie
  • Ärztliches Qualitätsmanagement
  • Medizinische Informatik
  • Nuklearmedizinische Diagnostik für Radiologen
  • Phlebologie
  • Spezielle Schmerztherapie
  • Sportmedizin

Berufsalltag

Arbeiten in der Radiologie

Die Radiologie arbeitet mit fast allen anderen Fächern zusammen: In Notaufnahme, Onkologie oder Chirurgie stützen sich viele Diagnosen auf die Bildgebung. Rund 125 Millionen Röntgenanwendungen pro Jahr zählt das Bundesamt für Strahlenschutz in Deutschland. Dieser Abschnitt hilft, radiologische Stellen fachlich einzuordnen – von der Universitätsklinik mit Interventionszentrum bis zur ambulanten Praxis mit Screening-Einheit.

Redaktion: valmedi Aktualisiert: 10. Oktober 2026 Quellen: DRG, BDR, Bundesärztekammer und Bundesamt für Strahlenschutz
Arbeitsalltag

Zwischen Befundung, Intervention und Tumorkonferenz

Der radiologische Arbeitstag teilt sich zwischen Befundung und Patientenkontakt: CT- und MRT-Untersuchungen planen und befunden, Ultraschall durchführen, Röntgenbilder beurteilen und Befunde mit den zuweisenden Ärztinnen und Ärzten besprechen. In interdisziplinären Konferenzen, etwa Tumorkonferenzen, ist die Radiologie fester Bestandteil.

Hinzu kommt die interventionelle Radiologie: bildgesteuerte Biopsien und Drainagen, Gefäßeingriffe, onkologische Verfahren und – in der Neuroradiologie – die mechanische Thrombektomie beim Schlaganfall. Grundlage jeder Röntgenuntersuchung ist die rechtfertigende Indikation durch eine Ärztin oder einen Arzt mit Fachkunde im Strahlenschutz.

Stellenprofil

Klinik, Praxis oder Versorgungszentrum

Klinikradiologien versorgen Notaufnahme, Intensivstation und Schockraum und bieten meist das breiteste Spektrum einschließlich Interventionen. In der ambulanten Radiologie stehen planbare Schnittbilddiagnostik und häufig das Mammographie-Screening im Vordergrund. Nacht- und Wochenenddienste werden vielerorts durch Teleradiologie unterstützt; das Strahlenschutzgesetz knüpft sie an klare Voraussetzungen.

Vor einer Bewerbung lohnt es sich, diese Fragen zu klären:

  • Wie viele Monate der Weiterbildung deckt die Befugnis ab?
  • Werden alle Verfahren angeboten – CT, MRT, Sonographie, Mammographie und Interventionen?
  • Wie sind Rotationen geplant, damit die Richtzahlen erreichbar sind?
  • Wie sind Nacht- und Wochenenddienste organisiert, und gibt es Teleradiologie?
  • Ab wann befunde ich eigenständig, und wer gegenbefundet?
  • Welche KI-Werkzeuge werden im Alltag eingesetzt?

Woran Sie eine strukturierte Weiterbildung erkennen

  • Ein Rotationsplan führt durch alle Modalitäten und Organsysteme
  • Befunde werden regelmäßig gemeinsam besprochen und gegenbefundet
  • Interventionen sind fest eingeplant, nicht nur „bei Gelegenheit“
  • Der Erwerb der Strahlenschutz-Fachkunden ist organisiert
  • Regelmäßige Weiterbildungsgespräche entlang des eLogbuchs

Fragen für das Vorstellungsgespräch

  • Wie viele Geräte und Untersuchungen gibt es pro Jahr?
  • Gibt es Kooperationen für Mammographie oder Neuroradiologie?
  • Wie ist die Teilnahme an Tumorkonferenzen geregelt?
  • Wie werden Teilzeitmodelle eingeplant?
  • Wer leitet bei Interventionen an?

Perspektiven nach dem Facharzt

  • Oberärztliche Tätigkeit in einer Klinikradiologie
  • Anstellung oder Niederlassung in Praxis oder Versorgungszentrum
  • Schwerpunkt Neuroradiologie oder Kinder- und Jugendradiologie
  • Interventionelle Radiologie
  • Mammographie-Screening und Brustdiagnostik

Medizinische Entwicklung

Radiologie im Wandel

Mehr Untersuchungen, ausgeweitete Früherkennung und künstliche Intelligenz verändern das Fach spürbar.

Mehr Schnittbilddiagnostik

Nach Angaben des Bundesamts für Strahlenschutz wurden 2023 rund 15 Millionen CT-Untersuchungen durchgeführt; zwischen 2016 und 2023 stieg die Häufigkeit um etwa ein Viertel. Rund 80 Prozent aller Röntgenanwendungen finden ambulant statt.

Mammographie-Screening bis 75

Seit Juli 2024 können Frauen bis zum Alter von 75 Jahren alle zwei Jahre am Mammographie-Screening-Programm teilnehmen; zuvor endete der Anspruch mit 69 Jahren. Die Erweiterung vergrößert den Kreis der anspruchsberechtigten Frauen deutlich.

Künstliche Intelligenz in der Befundung

In der PRAIM-Studie mit über 460.000 Frauen aus dem deutschen Screening-Programm erkannten Radiologinnen und Radiologen mit KI-Unterstützung mehr Brustkrebsfälle – 6,7 statt 5,7 je 1.000 Untersuchungen –, ohne dass mehr Frauen unnötig zur Abklärung einbestellt wurden. Die Studie wurde vom Hersteller der KI-Software finanziert.

Interventionelle Radiologie wächst

Bildgesteuerte Eingriffe können in vielen Fällen offene Operationen ersetzen – von der Tumorbehandlung bis zur Thrombektomie beim Schlaganfall. 300 Interventionen gehören heute zum Pflichtumfang der Facharztweiterbildung.

Redaktioneller Stand

Oktober 2026. Der Abschnitt dient der fachlichen Orientierung und ersetzt keine Leitlinie oder individuelle Therapieentscheidung.

Fragen & Antworten

Häufige Fragen zur Fachweiterbildung Radiologie

Muss ich während der Weiterbildung Radiologie Zeiten in anderen Fächern absolvieren?

Nein, das ist keine Pflicht. Die Weiterbildung umfasst 60 Monate Radiologie unter Befugnis an Weiterbildungsstätten. Bis zu 12 Monate können zum Kompetenzerwerb in anderen Gebieten der unmittelbaren Patientenversorgung erfolgen, etwa in der Inneren Medizin, Chirurgie oder Neurologie.

Die Weiterbildungsordnung unterscheidet dabei nicht zwischen ambulanter und stationärer Tätigkeit. Verbindlich ist die Weiterbildungsordnung der zuständigen Landesärztekammer.

Was bedeutet eine Weiterbildungsbefugnis über 24, 36 oder 60 Monate?

Die Weiterbildungsbefugnis gibt an, wie viele Monate der Weiterbildung bei einer bestimmten weiterbildungsbefugten Ärztin oder einem Arzt an einer Weiterbildungsstätte anerkannt absolviert werden können. Eine Befugnis über 60 Monate deckt die gesamte Weiterbildung ab; bei anteiligen Befugnissen müssen weitere Abschnitte an anderen Weiterbildungsstätten absolviert werden.

Befugnisse bestehen an Kliniken ebenso wie in radiologischen Praxen und Versorgungszentren. Welche Befugnis an welchem Ort in welchem Umfang besteht, zeigt die bundesweite Befugnissuche auf dieser Seite.

Welche Untersuchungen und Eingriffe muss ich im eLogbuch nachweisen?

Die Weiterbildungsordnung nennt unter anderem mindestens 4.000 CT-Untersuchungen und 4.000 konventionelle Röntgenuntersuchungen, 3.000 MRT-Untersuchungen, 800 Sonographien, 1.500 Befunde der Bildgebung der Brust sowie 300 interventionelle Eingriffe.

Hinzu kommen 50 radiologische Demonstrationen und interdisziplinäre Konferenzen einschließlich Tumorkonferenzen. Es lohnt sich, bei der Stellenwahl zu prüfen, ob alle Verfahren am Standort angeboten werden.

Welche Rolle spielt die Fachkunde im Strahlenschutz?

Eine Röntgenuntersuchung darf erst durchgeführt werden, wenn eine Ärztin oder ein Arzt mit der erforderlichen Fachkunde im Strahlenschutz die rechtfertigende Indikation gestellt hat. Die Weiterbildung Radiologie vermittelt die Voraussetzungen für die gesetzlich geregelten Fachkunden.

Die Fachkunde muss mindestens alle fünf Jahre aktualisiert werden. Sie ist damit eine dauerhafte Begleiterin der radiologischen Tätigkeit.

Wie läuft die Facharztprüfung für Radiologie ab?

Nach Abschluss der vorgeschriebenen Weiterbildungszeit wird die Zulassung zur Prüfung bei der zuständigen Landesärztekammer beantragt – mit den Weiterbildungszeugnissen und der Dokumentation im eLogbuch.

Die Kammer prüft die Voraussetzungen und lädt zur Prüfung vor einem Prüfungsausschuss, die als mündliches Fachgespräch geführt wird. Ablauf, Fristen und Einzelheiten regelt die jeweilige Landesärztekammer.

Für Kliniken und Praxen

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Andrea Herberhold Marketing und Vertrieb